Die Arten von Fußpilz

Es gibt zwei Arten von Fußpilz, die eng miteinander verwandt sind und von dem gleichen Pilz verursacht werden. Erfahren Sie hier alles über diese Art des Fußpilzes und wie Sie diese verhindern können.

  1. Fußpilz

Auch wenn Fußpilz (tinea pedis) eine der häufigsten Infektionsarten am Fuß ist, betrifft diese Pilzerkrankung nur rund 20-25% der Weltbevölkerung[1]. Männer sind in der Regel anfälliger und die Chancen Fußpilz zu entwickeln steigen mit dem Alter.

Die gute Nachricht ist, dass Fußpilz behandelt werden kann. Voraussetzung ist, dass man sofort mit der Behandlung beginnt, wenn man ihn entdeckt. Sollten Sie schmerzvolle Symptome verspüren oder sich Sorgen machen, sollten Sie in jedem Fall Ihren Hausarzt konsultieren.

1.1 Was ist Fußpilz?
Fußpilz bezeichnet man auch als Athleten- oder Sportlerfuß, da Sportschuhe den idealen Nährboden für Pilzinfektionen bieten: Dank der Aktivität schwitzt der Fuß und es ist warm. Allerdings begünstigt jeder warme Schuh, der nicht atmungsaktiv ist, die Verbreitung des Pilzes.

1.2. Was sind die Symptome?
Meistens äußert sich der Fußpilz durch juckende, schuppende und feuchte Haut – besonders zwischen den Zehen. Glücklicherweise befällt der Pilz nur die äußeren Hautschichten.

 1.3. Wie infiziert man sich?
Fußpilz ist ansteckend, was bedeutet, dass Sie sich durch Kontakt mit infizierten Hautzellen anstecken können - Hautzellen können bis zu zwei Jahre ansteckend bleiben. Die häufigsten Orte um sich mit der Infektion anzustecken sind nasse und warme Orte wie Schwimmbäder und Umkleideräume, aber auch Bäder und Duschen. Das Tragen von Flipflops oder Badeschlappen minimiert das Risiko einer Ansteckung. Diabetiker infizieren sich im Schnitt häufiger.

1.4. Kann ich einer Infektion vorbeugen?
Waschen Sie Ihre Füße täglich mit Seife um sie sauber zu halten und trocknen Sie sie gründlich ab – besonders zwischen den Zehen. Vermeiden Sie es sich Handtücher zu teilen.

Fußpuder können Feuchtigkeit am Fuß und in den Schuhen minimieren. Halten Sie Ihre Füße, Socken und Schuhe sauber. Versuchen Sie so oft es geht, offene oder atmungsaktive Schuhe zu tragen, denn im Sommer (bei warmem Wetter) produzieren die Füße eines jungen Erwachsenen so viel Schweiß wie in einen Eierbecher passt[2].

Natürliche Materialien eignen sich am besten für Socken und Schuhe. Täglicher Sockenwechsel und das Trocknen nasser Schuhe ist sehr wichtig. Falls Sie das Gefühl haben, dass bestimmte Schuhe die Symptome verstärken, sollten Sie sich von ihnen trennen, auch wenn es Ihre Lieblingsschuhe sind.

1.5. Wie behandelt man Fußpilz?

Mittel zur Behandlung von Fungiziden und Pilzen gibt es in Apotheken. Folgen Sie den Anweisungen auf der Packungsbeilage und wiederholen Sie die Behandlung auch nach dem die Symptome verschwunden sind, um sicherzustellen, dass die Infektion komplett bekämpft wurde.

  1. Nagelpilz

Eine Pilzinfektion des Nagels (Onychomycosis) beeinflusst das Keratin, welches den ganzen Zeh bildet, vom Nagel über das Nagelbett bis hin zur Nagelwurzel. Zwischen 2-18 % der Weltbevölkerung sind davon betroffen[3].

Leider kann sich der Nagelpilz so langsam bilden, sodass Sie die Symptome gar nicht bemerken, bis er ausgeprägter ist. In der Regel ist er nicht schmerzhaft und oft auch von Zuhause zu behandeln.

2.1. Was ist Nagelpilz genau?  
Die meisten Nagelpilzinfektionen bilden sich durch einen Hautpilz, welcher auch den Fußpilz verursacht. Gelegentlich können auch andere Arten von Pilzen, wie Candida, eine Nagelinfektion verursachen. Immer wenn Sie einen Fußpilz haben, besteht die Chance, dass er sich ausbreitet und ein Nagelpilz entsteht. Allein deswegen ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen einer Pilzinfektion zu handeln. So kann sich der Pilz gar nicht erst auf Ihrem Fuß breitmachen.

2.2. Was sind die Symptome?  
Verfärbte, verdickte und verzerrte Nägel sind Anzeichen eines Nagelpilzes sowie einer generellen Pilzinfektion. Wenn man den Pilz fortschreiten lässt, können die Nägel brüchig werden und ganze Stücke Ihrer Fußnägel und Fingernägel können herausbrechen. Wenn der Nagel fehlt, kann sich zusätzlich die Haut unter dem Nagel entzünden, was oftmals sehr schmerzhaft ist. 

2.3. Wie kann man vorbeugen?  
Vermeiden Sie Schuhe, in denen sich die Wärme staut. Außerdem ist es ratsam, Ihre Nägel kurz zu halten und unseren Hygiene-Vorschlägen zu folgen (s.o.).

2.4. Wie kann man Nagelpilz behandeln?
Es gibt spezielle Nagelpilz-Behandlungen. Diese schaffen ein ungünstiges Milieu für den Pilz, welches den Pilz zunächst nicht weiter wachsen lässt und das Problem zusätzlich beseitigt.

 

[1] Havlickova 2008: 2-15, zit.n. Gupta et al. 2013: Topical treatments for athlete’s foot, Cochrane Review

[2] http://www.scpod.org/foot-health/feet-for-life-month-2015/

[3] http://www.toe-nail-fungus.info/nail-fungus-statistics.php